Paranormal Activity: Überflüssige Durchschnittskost

Deutsches Filmplakat

Deutsches Filmplakat

Da der Film jetzt auch hierzulande im Kino läuft mal ein paar Infos mit persönlichem Kommentar von mir.

Ursprünglich von 2007, hat Paranormal Activity als mehr oder weniger Independent-Titel viele Hürden genommen bis er es tatsächlich in einige Kinos geschafft hat. Wer sich für diese Geschichte interessiert kann das in der Wikipedia nachlesen. Mit einem Freund habe ich mir den Film angesehen, habe vorher natürlich die Plakate beachtet und war erstaunlich guter Dinge was da kommen würde, bei solch positiven Pressemeinungen (siehe Filmposter oben).

Und wie so oft liess die Enttäuschung nicht lange auf sich warten. Zu Beginn gilt es sich an die Wackelkamera zu gewöhnen, als Fan von Blair Witch Project keine große Sache für mich. Die Art des subtilen Horrors die der Film mit seiner Story um die von Geistern verfolgte Katie und ihren Freund Micah, der das alles nicht so ernst nimmt, aufbaut nutzt sich leider erstaunlich schnell ab. Das ich die Story und die Charakterkonstellation hier in zwei Nebensätzen abhandeln kann spricht ja wohl schon Bände. Ich bin wahrlich kein Freund von Filmvergleichen, würde am liebsten jeden Film als Einzelstück behandeln, doch wenn ein Film sich in solchem Maße bei “den Großen” bedient, dann muss er sich auch daran messen lassen. Und diesen Vergleich besteht Paranormal Activity nicht. Durch viel Wiederholung, mehr als flache Charaktere und viel Leerlauf schafft der Film bei mir keine Empathie mit den Darstellern, ob der Geist die Katie holt war mir ehrlich gesagt ziemlich egal, ich kannte sie ja kaum. Dabei bot die Geschichte durchaus Potential, und die eine oder andere Minute mehr um Katies Vergangenheit, die leider nur kurz angerissen wird, hätte dem Film die Chance einräumen können gegen große Schocker wie den bereits genannten Blair Witch Project (der zweimalige Erwähnung durch seine Größe und als erster Vertreter des Wackelkamera-Kinos durchaus verdient hat!) zu bestehen. Den stärksten Moment hat der Film in seiner Endszene, die an sich gut ist, durch zu viele Hinweise vorher für den Kenner aber auch vorhersehbar ist. Beide Alternativenden nehmen sich hier auch nicht viel.

Was bleibt sind ca. 90 Minuten meines Lebens, die ich besser in die gefühlte hundertste Suche nach der Blair-Hexe mit Triefnase Heather investiert hätte. Wer allerdings kein Horror-Gourmet ist kann sich die Sache ruhig geben, wenn ich ihm oder ihr mit meiner Review nicht die Lust auf den Film verdorben habe (Sorry! ;) )

Was?: Paranormal Activity, Horror-Thriller

Wer?: Film von Oren Peli, Hauptdarsteller: Katie Featherston, Micah Sloat

Wo?: Im Kino, sicherlich sehr bald auf DVD und Blu-Ray

Wann?: dt. Kinostart war am 19. November

Wie lang?: 87 Minuten

Für wen?: Gruselfreunde, aber nicht zu hartgesottene

Für wen nicht?: All diejenigen die schon The Blair Witch Project und/oder Poltergeist gesehen haben

Trailer?:

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